Rückblick und Fazit
Die Reise hat uns unglaublich bereichert. Die tollen Erlebnisse zwischen Pazifik- und Karibikküste stellen die wenigen unangenehmen Momente und die strapaziösen Busfahrten bei Weitem in den Schatten.Sicherheit
Wir hatten uns im Vorfeld gründlich informiert, was den Sicherheitsaspekt betrifft- gerade des Kindes wegen. Unsere beiden Reiseländer hatten einen verhältnismäßig guten Ruf, und wir wurden nicht enttäuscht. Nie hatten wir das Gefühl, in einer bedrohlichen Situation zu sein. Wir haben natürlich auch berüchtigte Städte wie Managua bewusst gemieden und waren selten bis spät nachts draußen unterwegs, aber selbst abends nach Einbruch der Dunkelheit war das Straßenleben zumeist angenehm entspannt und die Gefahr, beklaut zu werden, erschien uns geringer als etwa in Barcelona.Der Aspekt "Baby"
Insgesamt gelang die Reise mit unserem ca. 12 Monate jungen Baby erstaunlich gut. Wir hatten keinen Kinderwagen dabei, sondern vielmehr einen Tragerucksack (Deuter Kid Comfort III), der uns und der Kleinen stets gute Dienste leistete. Bei den Zuständen von Straßen und Fußwegen wäre ein Kinderwagen auch eher hinderlich gewesen.In Bezug auf den Reisekomfort mit Kind liegen Welten zwischen den beiden Ländern. Während es in Costa Rica in fast jedem Restaurant ein Kinderstühlchen gibt und die Busse selten überfüllt sind, muss man in Nicaragua meist ohne Wickeltisch auskommen und sich fast immer in überfüllte Busse quetschen.
In beiden Ländern waren die Menschen sehr kinderlieb, in Nicaragua erlebten wir fast euphorische Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft. Ein abenteuerlustiges Kind wird sich in beiden Ländern wohl fühlen. =)
Lediglich einmal hätten wir uns die Segnungen der westlichen Zivilisation gewünscht: Als es Tilia in Nicaragua aufgrund einer Magen-Darm-Geschichte schlecht ging, hätten wir gern den Rat eines Arztes hinzugezogen. Dieser war dato jedoch eine stressige Pick-Up-Stunde entfernt und wir verzichteten auf den nervenaufreibenden nächtlichen Trip ins entfernte Krankenhaus. Ein Krankenwagen auf Bestellung, der 10 Minuten nach dem Anruf der besorgten Eltern eintrifft- das gibt es höchstens in der Hauptstadt Nicaraguas.
Top Reiseziele für Backpacker
Costa Rica
- Cahuita: Der einzige kostenlose Nationalpark Costa Ricas lockt mit kilometerlangen wild-romantischen Karibikstränden
- Tortuguero: Zwischen schwarzen Stränden und einem verzweigten netz kleiner Flüsse wartet ein ursprüngliches Naturerlebnis im Regenwald.
- Monteverde: Den umliegenden üppigen Nebelwälder und dem angenehm kühlen Klima hat dieser Ort seine Beliebtheit zu verdanken.
- La Fortuna- Vulkan Arenal: Der Ort selbst ist weniger von Interesse, vielmehr erreicht man von hier aus einen tollen Wasserfall (1h Wanderung oder trampen)
Nicaragua
- Little Corn Island: Weiße Strände, Korallenriffe, Kokospalmen- Mehr Karibik geht nicht.
- Isla de Ometepe: Ob Entspannung am langen Süßwasserstrand oder eine herausfordernde Trekkingtour auf einen aktiven Vulkan- diese Insel ist völlig zurecht die Perle Nicaraguas
- Selva Negra: Die Kaffee-Finca im nördlichen Hochland ist ein entspannter und angenehm kühler Ausgangspunkt für kurze und mittellange Nebelwaldwanderungen.
Reisekosten
Oft werden wir gefragt, wie man (insbesondere als Student_in) eine solche Reise finanziert. Hier eine ungefähre Zusammenstellung der Ausgaben von uns allen für 8 Wochen Reise:
Da wir insbesondere in Puncto Übernachtungen sehr sparsam waren und fast immer am unteren Ende der Fahnenstange logierten (pro Nacht im Mittel 13 € in Nicaragua und 17 € in Costa Rica für 2 Personen, Baby kostenlos), war dieser Posten nicht teurer als unsere Wohnung in Dresden, die wir während der Reise untervermietet hatten.
Für das Essen gaben wir ca. 50 € pro Person und Woche aus- angesichts der vielen Restaurantbesuche hätten wir beim gleichen Lebensstil in der Heimat ebensoviel hinlegen müssen.
Es bleibt also eine reisebedingte Summe von ca. 1400 € für einen Erwachsenen stehen, wobei der Flug allein mit 800 € mit Abstand den größten Anteil ausmacht. Ein Argument mehr, viel Zeit für eine Reise einzuplanen.
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